Mit einer gelungenen Zeugnisverleihung verabschiedete die Fachschule für Bautechnik im BFW München ihre Absolventen 2026. Auch wenn sich, wie Schulleiter Thomas Torno schmunzelnd sagte, „eine gewisse Routine schon eingestellt hat“, sei doch jede Verabschiedung etwas ganz Besonderes: „Irgendwie ist es immer anders. Und genau das macht diese Zeugnisverleihung so individuell.“

In feierlichem Rahmen erhielten die Absolventen ihre Abschlusszeugnisse und Technikerurkunden – ein Moment, auf den sie zwei intensive Jahre hingearbeitet hatten. Torno stellte seine Rede unter das Motto: „Endlich geschafft – vorbei ist’s!“ Ein Satz, der vielen aus dem Herzen gesprochen haben dürfte. „Da wird erst einmal tief durchgeatmet“, sagte er mit Blick auf die vergangenen Monate, „es war doch anstrengend.“

Gestartet war der Kurs im Oktober 2023 mit 13 Teilnehmenden. Unterschiedliche berufliche Hintergründe, individuelle Lebenswege und persönliche Herausforderungen prägten die gemeinsame Zeit. Umso mehr würdigte Torno das Engagement aller: „Das ist keine Ausbildung, die man einfach im Vorbeigehen besteht. Da gehört eine Menge dazu.“

Neben Unterricht, Projektarbeiten und Prüfungen verlangte die Weiterbildung viel Disziplin – häufig auch abends und am Wochenende. Zwei Teilnehmer stellten sich sogar einer zusätzlichen Herausforderung und absolvierten parallel noch die Meisterausbildung. „Mein Hut ab“, so Torno anerkennend.

Exkursionen – etwa zur Baumesse oder ins Betonlabor – lockerten den anspruchsvollen Schulalltag auf. Dennoch blieb der Weg fordernd. Im Vergleich zum Vorjahr zog Torno diesmal ein neues Bild: „Ich würde es eher einen Berganstieg nennen. Man muss bis zum Gipfel durchhalten – und darf kurz vor Schluss nicht nachlassen.“

Mit dem erfolgreichen Abschluss dürfen sich die Absolventen nun staatlich geprüfte Bautechniker nennen – ein Titel, der Verantwortung mit sich bringt. „Sie haben jetzt die Möglichkeit, aktiv in das Baugeschehen einzugreifen, Planung zu betreiben. Und am Ende sieht man Ihre Arbeit. Das ist eine große Verantwortung – und darauf können Sie stolz sein.“ Torno machte deutlich, dass die Ausbildung nur der Anfang sei: „Der eigentliche Lernprozess beginnt jetzt im Beruf. Learning by doing.“ Gleichzeitig versicherte er, dass die Tür der Fachschule auch künftig offenstehe, wenn fachlicher Rat gebraucht werde.

Ein besonderer Dank galt den Lehrkräften, den begleitenden Diensten sowie dem Reha- und medizinischen Team, die maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben. Ebenso würdigte Torno die Familien und Partner der Absolventinnen und Absolventen: „Sie mussten oft den Rücken freihalten, Verständnis zeigen und motivieren. Auch das gehört zu diesem Erfolg dazu.“

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung der besten Absolventen mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung für herausragende Leistungen. Die Urkunde erhielten Fabian Bock und Tobias Deuschl. Tobias Deuschl wurde darüber hinaus als Kursbester ausgezeichnet und schloss mit der hervorragenden Note 1,36 ab. Beide nahmen ihre Urkunden unter großem Applaus entgegen.

Mit der traditionellen Abschlusstasse als Erinnerung, einem gemeinsamen Gruppenfoto und einem Stehempfang klang die Feier in geselliger Atmosphäre aus. Thomas Torno verabschiedete den Jahrgang mit herzlichen Worten: „Ich wünsche Ihnen Erfolg – aber vor allem Zufriedenheit. Seien Sie stolz auf das, was Sie erreicht haben.“

Wir gratulieren allen Absolventen ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss und wünschen ihnen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute!

     

Im November 2025 unternahm die Klasse BT 32 (Bautechniker) eine spannende Exkursion zum Rohrdorfer Zementwerk in Rohrdorf. Ziel war es, die Zementherstellung aus nächster Nähe kennenzulernen und das im Unterricht erworbene Wissen praxisnah zu vertiefen.

Zu Beginn erhielten die Teilnehmer eine informative Unternehmensvorstellung sowie einen detaillierten Überblick über den gesamten Herstellungsprozess – beeindruckend umfangreich!

Das Zementwerk produziert 8 bis 10 verschiedene Zementsorten. Besonders interessant war auch der Besuch der Kiesgrube, in der voraussichtlich noch 50 bis 60 Jahre Rohstoffe abgebaut werden können.

Ein echtes Highlight waren die Einblicke in die Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie des Werks: Ist der Energieeinkauf bei windstillem Wetter und ohne Sonneneinstrahlung zu teuer, wird die Zementproduktion vorübergehend ausgesetzt. Zudem stellt das Werk seine Brennstoffe selbst her und nutzt dabei unter anderem alte Reifen, Klärschlamm oder Dachpappe – ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz.

Trotz kaltem und regnerischem Wetter war die Führung äußerst lehrreich und abwechslungsreich.

Ein herzliches Dankeschön an das Rohrdorfer Zementwerk für die spannende und informative Exkursion!

Unsere angehenden Bauzeichnerinnen und Bauzeichner der Kurse BZA 61 und BZA 62 sowie die Bautechniker des Kurses BT 32 unternahmen eine spannende Exkursion zur Firma Leipfinger-Bader GmbH in Vatersdorf.

Bereits zum dritten Mal fand diese lehrreiche Werksbesichtigung in dieser Form statt. Das familiengeführte Unternehmen in fünfter Generation unterstützt das BFW München auch regelmäßig im Rahmen des Baupraktikums – unter anderem mit kostenfreien Ziegelspenden für praktische Übungen.

Leipfinger-Bader ist weit mehr als ein klassischer Ziegelhersteller. Zum breit gefächerten Portfolio zählen neben innovativen Ziegelprodukten auch Lüftungs-, Heizungs-, Boden- und Deckensysteme, Fassaden- und Lehmbauelemente sowie modulare Bausysteme für den Wohn- und Gewerbebau.

Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto folgte eine eindrucksvolle Werksführung. Die Teilnehmenden konnten den vollständigen Herstellungsprozess eines Ziegels hautnah erleben – vom Abbau der Rohstoffe Ton, Lehm und Sand bis hin zum fertig verpackten Endprodukt. Dieser praxisnahe Einblick stieß auf großes Interesse und regte zu vielen fachlichen Fragen an.

Im Anschluss fand ein spannender Fachvortrag inklusive Praxisvorführung statt. Thematisiert wurden aktuelle Anforderungen und Lösungen in den Bereichen Wärme- und Schallschutz sowie moderne Lüftungssysteme – stets mit Blick auf die praktische Umsetzung und nachhaltiges Bauen.

Beim gemeinsamen Mittagessen in der werkseigenen Stube konnten die Teilnehmenden das Erlebte Revue passieren lassen und sich in Fachgesprächen weiter austauschen. Ein rundum gelungener Tag mit vielen praktischen Eindrücken und neuem Fachwissen.

Die Rückmeldungen aller Beteiligten waren durchweg positiv – und so steht bereits fest: Auch im kommenden Jahr soll die Exkursion mit den neuen Kursen wiederholt werden.

Ab dem 17. Februar 2025 wird im BFW München, an der Fachschule für Bautechnik, das neue Unterrichtsfach „Digitale Transformation“ eingeführt. Ziel dieses Fachs ist es, den Schülern fundierte Kenntnisse im Umgang mit digitalen Datenmengen, vernetzten Softwareanwendungen und innovativen Technologien zu vermitteln. Sie lernen, große Datenmengen systematisch zu erfassen, digitale Datentechnologien zu analysieren und die Funktionsweisen von Softwareanwendungen in Netzwerken zu beurteilen. Zudem wird ihnen aufgezeigt, wie digitale Technik mit anderen Technologien verknüpft werden kann.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Planungsmethode BIM (Building Information Modelling), einer zukunftsweisenden digitalen Arbeitsweise im Bauwesen. Die Schüler haben die Möglichkeit, das BIM-Basis-Zertifikat nach VDI/buildingSMART-MT 2552 8.1 zu erwerben. Damit bietet die Fachschule für Bautechnik als eine der wenigen Einrichtungen in der beruflichen Bildung dieses Zertifikat an.

Gerade in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung ist es entscheidend, dass angehende Fachkräfte den sicheren Umgang mit digitalen Technologien beherrschen. Insbesondere die Planungsmethode BIM gewinnt immer mehr an Bedeutung und ist bei öffentlichen Bauprojekten bereits verpflichtend. Durch die praxisnahe Vermittlung dieser Inhalte werden die Schüler optimal auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorbereitet und erhalten wertvolle berufliche Vorteile.

Das Fach „Digitale Transformation“ wird ab dem zweiten Schuljahr unterrichtet und umfasst drei Unterrichtseinheiten pro Woche. Mit dieser Neuerung geht die Fachschule für Bautechnik einen wichtigen Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten Ausbildung, die praxisnah, innovativ und digital ausgerichtet ist.

Wieder einmal ist es soweit: Mit Stolz und Freude verabschieden wir die Absolventinnen und Absolventen der Kurse Bauzeichner (Architektur), Fachkräfte für Schutz und Sicherheit, Kaufleute im Gesundheitswesen, Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement (Voll- und Teilzeit) sowie Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen.

Ein besonderes Highlight der Verabschiedung war die Ehrung der Kursbesten, die durch einen Notendurchschnitt mit einer 1 vor dem Komma beeindruckten. Die Auszeichnungen wurden von unserem Geschäftsführer Günther Renaltner gemeinsam mit dem Bereichsleiter Berufliche Bildung, Jochen Kunert, überreicht.

Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem Erfolg und wünschen ihnen alles Gute für ihre berufliche Zukunft! Sie haben mit ihrem Engagement und Durchhaltevermögen einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Bleiben Sie motiviert, und denken Sie daran: Ihr neuer Weg hat gerade erst begonnen!

Liebe Bautechnikerinnen und Bautechniker, liebe Gäste,

auch in diesem Jahr möchten wir mit Euch die besinnliche Zeit genießen und laden Euch ganz herzlich zu unserer traditionellen Weihnachtsfeier ein!

Nach einem ereignisreichen Jahr blicken wir optimistisch in die Zukunft – und was könnte schöner sein, als das Jahr gemeinsam bei gutem Essen und fröhlicher Gesellschaft ausklingen zu lassen?

Wann?  Mittwoch, 18.12.2024, ab 18:00 Uhr
Wo?      Estrella Burgerbar, Münchner Str. 6, Kirchseeon
Essen:   À la carte

Damit wir besser planen können, gebt bitte bis zum 06.12.2024 Bescheid – schreibt einfach eine kurze Nachricht an Herrn Bock (bock_fabian@gmx.net).
Übrigens: Das Hotel Bildungsblick hat in dieser Woche geöffnet, falls eine Übernachtung benötigt wird.

Für alle, die nicht dabei sein können, wünschen wir schon jetzt frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend mit Euch!

Einladung Weihnachtsfeier 1

Der Abschluss zum/r staatlich geprüften Bautechniker/in im Berufsförderungswerk München ist etwas ganz Besonderes. Denn dieser ist einem Bachelorschulabschluss gleichzusetzen. Schulleiter der Fachschule für Bautechnik, Thomas Torno, war bei der Überreichung der Zeugnisse an die Teilnehmer des Kurses BT 29 sichtlich begeistert: „Ich bedanke mich herzlich für den Zusammenhalt innerhalb der letzten 2,5 Jahre und spreche meinen größten Respekt für ihre hervorragenden Leistungen aus.“. Dem Kursbesten, Philipp Babinsky, überreichte Herr Torno zusätzlich den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. Gleichzeitig bedanke er sich auch bei allen Dozentinnen und Dozenten, dem Sekretariat und den begleitenden Diensten für die geleistete Arbeit.

Im Oktober 2021, mitten in der Pandemie, hatten sieben Teilnehmer ihre gemeinsame Reise begonnen. Dabei war der Vorbereitungslehrgang mit dem wichtigen Basiswissen aus Mathematik, Physik und Chemie die erste Hürde, die sie bestens meisterten. Danach war der Weg zur begehrten Fachkraft im Baugewerbe frei – auch wenn aus gesundheitlichen Gründen nicht alle sieben Kursmitglieder die Prüfung ablegen konnten.

Staatlich geprüfte Bautechniker/innen übernehmen verantwortungsvolle Tätigkeiten in der Planung, Konstruktion, Berechnung, Vergabe und Überwachung von Bauleistungen. Ob in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst, mit dem erlangten Abschluss stehen den Absolventen, die bereits vor der Ausbildung im Baugewerbe tätig waren, nun vielfältige Einsatzmöglichkeiten offen.

Mit der Weiterqualifizierung zum/r Bautechniker/in an der staatlich anerkannten Fachschule im Berufsförderungswerk München wurden die Teilnehmer zugleich zu „BIM-Spezialisten“ und stellten auf der feierlichen Zeugnisverleihung ihre „Projektarbeiten“ vor. Building Information Modeling (BIM) ist eine computergestützte, ganzheitliche Methode zur Planung und Verwaltung von Gebäuden. Für Unternehmen sind die frischgebackenen Bautechniker mit BIM-Kompetenzen sehr attraktiv, da seit 2021 BIM-Pflicht bei der Vergabe öffentlicher Aufträge besteht.

Gratuliert wurde übrigens nicht nur von den Ausbilderinnen und Ausbildern. Auch die Teilnehmer/innen aus dem Bautechnik-Kurs BT 30 sowie dem aktuellen Vorbereitungskurs waren bei der Verabschiedung dabei. In knapp einem bzw. zwei Jahren könnten auch sie den anspruchsvollen Weg zum/r staatlich geprüften Bautechniker/in geschafft haben.

Kilian Berger, der Technische Leiter des Familienunternehmens HOLZER GmbH Tiefbau hatte interessante Angebote im Gepäck.

Die HOLZER GmbH mit Sitz in Degerndorf ist – wie viele andere Baufirmen auch – auf der Suche nach geeignetem Personal für ihre offenen Stellen. Da lohnt sich ein persönliches Vorbeikommen bei der BT-Ausbildungsklasse 29, um das Unternehmen einmal vorzustellen und den gefragten Fachkräften in spe interessante Einblicke aus erster Hand zu geben.

Begleitet wurde Herr Berger von Herrn Jungk, einem Absolventen unserer Fachschule (BT 25). Herr Jungk hat den Kontakt zum Schulleiter Thomas Torno hergestellt. Die HOLZER GmbH Tiefbau bietet neben interessanten Vakanzen auch Praktika oder „Schnuppertage“ an, an denen man das Unternehmen direkt kennenlernen kann. Noch mehr Informationen und den direkten Kontakt finden Interessierte hier >> www.holzer-tiefbau.de/willkommen.htm

Mauerziegel gehören zu den wichtigsten Baumaterialien. Doch wie werden sie produziert und wie verändert sich die Herstellung, wenn die Anforderungen an den Baustoff wachsen? Davon konnten sich die angehenden Bautechniker der Klasse BT 30 am 04.07.2023 ein Bild im Leipfinger-Bader Ziegelwerk machen.

Die Nachfrage nach natürlichen, ökologischen, nachhaltigen, lang haltbaren und effizienten Ziegelbausteinen für ein zukunftsorientiertes Bauen steigt. Top-Produkte verfügen heute zum Beispiel über einen integrierten Dämmstoff aus 100 Prozent nachwachsenden Rohstoffen, wie Nadelholzfasern. Sie sind umwelt- und ressourcenschonend, wohngesund, hoch wärmedämmend und ermöglichen zugleich den Bau massiver Außenwände mit hoher Tragfähigkeit und bestem Schallschutz.

Sie erfordern modernste Herstellungsformen, denen innovatives Fachwissen zugrunde liegt. Fachwissen, das auch für die Klassen der Fachschule für Bautechnik im Berufsförderungswerk (BFW) von Relevanz ist. Das Leipfinger-Bader Ziegelwerk in Vatersdorf gehört zu den fortschrittlichsten Produktionswerken von Mauerziegeln und bietet für alle Interessierten Führungen an. Somit war sie Exkursionsziel der Schüler der Baufachschule.

Die Werksführung beinhaltete die wichtigsten Stationen des Ziegelwerks bei der hochmodernen Produktion von Ziegelsteinen. Von der Rohstoffgewinnung über die Strangpresse, dem Trockenofen, der Brennkammer bis zur Verpackung konnten die Schüler den gesamten Prozess der Ziegelherstellung hautnah miterleben.

Zum krönenden Abschluss der interessanten Führung gab es für die angehenden Bautechniker eine praktische Vorführung der Verarbeitung der Ziegelprodukte, inklusive einer Demonstration einer neuartigen Belüftungsanlage über dem Rollladenkasten. Bei einem gemeinsamen Mittagessen und guten Gesprächen klang die Veranstaltung langsam aus. Begleitet wurden die Fachschüler der BT 30 wie gewohnt von ihrem Fachschulleiter Thomas Torno.

Gut zu wissen: Das BFW München bildet auch Bauzeichner aus. Mehr Infos gibt es hier.

Es liegt brach, ist giftig und soll bebaut werden. Die Rede ist vom ehemaligen Bahnschwellengelände in Markt Kirchseeon. Ganze 6,5 ha groß ist das Areal im Herzen des Ortes und erheblich mit Schadstoffen kontaminiert. Dessen ungeachtet unternahmen die Ausbildungsklassen der Baufachschule im Berufsförderungswerk (BFW) am 10. Februar eine Exkursion auf das belastete Gelände.

Begleitet wurden die angehenden Bautechniker und Bauzeichner von ihrem Schulleiter Thomas Torno, von Robert König und Frau Dr. Susanne Markmiller vom Landratsamt Ebersberg, von Eva Lopez Melcado und Stefan Zeiselmaier vom Projektmanagement der neuen Eigentumsgesellschaft ECE der Großfläche (s. Foto,v.l.n.r.) – und dem Ersten Bürgermeister von Kirchseeon, Jan Paeplow (s. Foto,2.v.r.).

Die Begehung des Areals versprach interessant zu werden, denn die unwirklich anmutende Brache soll wieder städtebaulich genutzt werden. Insofern bot sie den angehenden Baufachleuten im BFW eine besondere Gelegenheit, um auf spannende Tuchfühlung mit einem möglichen Beispielprojekt der künftigen Praxis zu gehen. Aber von vorn.

Die Deutsche Bahn hatte von 1869 bis 1956 dort ein Bahnschwellenwerk zur Imprägnierung von Eisenbahnschwellen betrieben. Zur Behandlung der Schwellen wurden u. a. Arsen, Teeröle, Quecksilber- und andere Schermetallsalze verwendet, was zu schwerwiegenden Boden- und Grundwasserbelastungen geführt hat.

Die Brache soll aber bebaut werden und kann so nicht bleiben, befand u. a. das Landratsamt Ebersberg. Seit 2001 besteht daher ein öffentlich-rechtlicher Sanierungsplan, der die Deutsche Bahn in die Pflicht nimmt, die Umweltschäden dort zu beheben. Seit 2005 haben die aufwendigen Arbeiten mit der Sanierung des teerölverunreinigten Grundwassers begonnen. 2017 wurden weitere Sanierungen geregelt, und ein Ende der Arbeiten ist noch nicht absehbar.

Seit Anfang 2022 kommt neue Bewegung in die Bebauungsabsichten für das Gelände, denn die ECE Group GmbH & Co. KG hat das Areal erworben, um es in Zusammenarbeit mit dem Kirchseeoner Marktgemeinschaftsrats zu entwickeln. Eine Bürgerbefragung soll überdies Wünsche und Vorstellungen liefern, was alles auf dem Gelände entstehen könnte.

Ein hochdynamisches Projekt um die immobilienwirtschaftliche Entwicklung des Areals hat begonnen, dessen Zwischenstand am 10. Februar Thema in der Aula des Berufsförderungswerks (BFW) in Kirchseeon war, bevor es für alle bei winterlichen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein zur Exkursion in das Gelände ging.